Die Implantation

1) Öffnen des Zahnfleisches 2) Bohrung 3) Versiegelung

Nach einer ausführlichen Beratung und Planung des Eingriffs wird das Implantat eingesetzt. Danach verwächst es langsam mit dem Kieferknochen. Wie dieser Prozess genau abläuft, erfahren Sie auf dieser Seite.

1. Erstuntersuchung und Beratung

Vor einer Implantation findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, in dem alle Wünsche, Möglichkeiten und Risiken besprochen werden. Wir machen uns ein genaues Bild von den Kieferverhältnissen in Ihrem Mund, von Ihren Lebensgewohnheiten und Ihrem Gesundheitszustand. Dann folgt die Planungsphase. Unsere langjährige Erfahrung zusammen mit den Möglichkeiten der modernen Diagnostik sichert die bestmögliche Vorplanung des gewünschten Eingriffs. Digitales Röntgen und evtl. Computertomographie stellen die Kieferverhältnisse sehr genau dar und bilden die wichtigste Basis der Planung.

2. Der Implantationsablauf

Sobald der Zeitpunkt des Eingriffs feststeht, werden folgende Schritte durchgeführt: Nach örtlicher Betäubung wird das Zahnfleisch geöffnet. Anschließend wird mit einem Spezialbohrer ein passgenaues Loch in den Kiefer gebohrt. Schließlich wird das wurzelförmige Implantat eingesetzt und das Zahnfleisch wieder zugenäht. Nach rund zwei Monaten sind Knochen und Implantat fest miteinander verwachsen.

3. Die Einheilphase

Damit das Implantat natürlich und zügig mit dem Knochen verwachsen kann, muss die Eingriffsstelle über einen bestimmten Zeitraum sorgsam geschont werden. Die Dauer der Heilungszeit hängt von Faktoren wie der Knochenqualität und Knochenmenge ab. Auf Wunsch kann nach der Implantation ein Provisorium eingesetzt werden, um die Ästhetik zu bewahren (üblich bei Schneidezähnen). Vor allem in den Tagen nach der Operation sollten Sie alles vermeiden, was die Eingriffsstelle belastet. Dies bedeutet auch eine besonders vorsichtige Mundhygiene und Verzicht auf harte Nahrung.

4. Der Zahnersatz wird aufgesetzt

Nachdem das Implantat eingeheilt und fest mit dem Knochen verwachsen ist, fertigen wir Zahnkronen in unserem zahntechnischen Labor an. Diese werden auf den Implantaten fest angebracht.

5. Im Falle eines Knochenmangels

Falls zu wenig Knochen für eine Implantation vorhanden ist, kann ein sogenannter Knochenaufbau erfolgen. Mit verschiedensten Operationstechniken wird künstliche Knochensubstanz auf den bestehenden Kieferknochen aufgebracht, um ein stärkeres Fundament für das Implantat zu bilden: Sinuslift, Auflagerungsplastik, Splitting, Spreading, und mehr. Bei diesen Verfahren wird eine längere Einheilzeit benötigt.

6. Der Behandlungszeitraum

Die Dauer der Behandlung inklusive Heilungszeit hängt entscheidend von Ihrer medizinischen Situation ab und kann von zwei Wochen bis hin zu sechs Monaten dauern.
Die sehr schnelle Behandlungsvariante Sofortbelastung bildet eine Ausnahme und kann nur bei optimalen Bedingungen angewendet werden. In der Regel beträgt die Behandlungsdauer ca. 3 Monate.

Neue Zähne richtig pflegen

Durch gute Pflege und regelmäßige Kontrolle halten Implantate mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Leben lang. Implantate sind eine wertvolle Investition von hohem Nutzen. So, wie Sie Ihre natürlichen Zähne pflegen, sollten Sie auch mit Ihren Implantaten umgehen. So können Sie die Vorzüge Ihrer neuen Zähne noch lange genießen.

Zahnbeläge enthalten Bakterien und können dadurch Entzündungen hervorrufen. Solche Entzündungen stellen für Zähne und auch für Implantate ein Risiko dar. Notwendig ist daher die Pflege mit geeigneten Reinigungsmitteln und -techniken. Wir beraten Sie dazu gerne.
Neben einer guten häuslichen Pflege empfehlen wir eine regelmäßige Vorsorge durch die professionelle Dentalhygiene in unseren Praxen. Hier werden unter anderem hartnäckige Ablagerungen entfernt und durch zusätzliche spezielle Maßnahmen der einwandfreie Zustand Ihrer Implantate sichergestellt.