Implantation mit CT-basierter Navigation

Zur Verbesserung der Planung in der Implantologie erstellten wir vor der Operation eines Zahnimplantates zunächst mit den in der Radiologie verwendeten Computertomografen ein dreidimensionales Röntgenbild. Damit konnten wir die räumlich richtige Lage des Zahnimplantates bereits in der Planungsphase bestimmt werden. In den 2000er Jahren wurde dann eine neue Röntgentechnologie entwickelt: die Digitale Volumentomografie DVT. Mit einer hohen Darstellungsgenauigkeit konnten unsere Zahnärzte  nun in eleganter Weise die dreidimensionale Darstellung des Knochenangebotes und sogar der Schleimhautstruktur vermessen. Die Guided Surgery, die dreidimensional kontrollierte Implantation entstand.

Um diese Darstellungsmöglichkeit noch um eine vor der Implantation mit diesen Daten erstellte Bohrhilfe zu erweitern, wurde eine Führungstechnik mit Bohrschablonen oder gar Bohrrobotern entwickelt: die Navigierte Implantologie.

Zahnarzt 3D Röntgenbild Konstanz

Seit 1996 verwenden wir, zunächst auf der Basis von Computertomografie, diese besonders weiterentwickelte Form der Implantationstechnik.  Zur Planung des Eingriffs erstellen unsere Zahnärzte eine Computer-tomographische Röntgen Aufnahme („ConeBeam-CT“, "DVT", Digitale Volumentomografie) des Kiefers mit einer für Ihren Kiefer vorbereiteten Schablone in unserer Praxis unter Mitarbeit unseres Labors. Ein Röntgengerät vom Typ Digitaler Volumentomograph steht in beiden Praxen Grenze Schaffhausen und Konstanz für die Vorbereitung und auch zur Implantation zur Verfügung. Damit ist unseren Zahnärzten nun eine umfassende Planung möglich: Art, Größe und bester Ort der künftigen Zahnimplantate wird computergestützt dreidimensional vorausgeplant. Die dabei benutzten Planungsprogramme ("SimPlant", "Sicat", "Impla", "Orange", ...) bereiten die Daten aus dem für die Planung erstellten Digitalen Volumentomogramm DVT auf und bringen sie in Verbindung mit den Daten des Kiefers (Matching). Sie zeigen dem Zahnarzt die Grösse und dreidimensionale Form des Knochens an.

Mit maßstabsgerechten digitalen Darstellungen der gewünschten Implantattypen und Grössen ist eine gute Simulation der zu erwartenden dreidimensionalen Position der Implantate im vorhandenen Knochen möglich. Diese Position wird dann über eine digitale oder analoge Technik in eine Bohrschablone übernommen.

In der Operationssitzung gelingt es, durch diese Bohrschablone oder einen digitalen Bohrroboter geführt, die Implantate genau an die vorgesehene Stelle zu setzen. Wie ein Schiff, das durch ein Leuchtturmsignal in die richtige Fahrtrichtung geleitet wird, wird der Bohrer und dann auch das Implantat durch die Bohrhilfe an den richtigen Ort navigiert: navigierte Implantation. Es kann wegen der durchgeplanten Position der Implantate unmittelbar nach dem Eingriff sogar ein schon vorher vom Zahntechniker hergestellter provisorischer oder sogar endgültiger Zahnersatz vom Zahnarzt eingesetzt werden. Dies stellt die eindeutig schnellste Art der Versorgung in der Implantologie dar, entsprechend ist auch die Begeisterung in den Medien.

Dr Michael Hager Spezialist Implantologie

"Seit Jahren steht in unseren Kliniken ein sog. Digitaler VolumenTomograph zu unserer Verfügung. Damit ist es uns heute möglich, die Verhältnisse im Operationsbereich bereits vor der Implantation sehr genau räumlich darzustellen. So können wir auch in den komplexen Fällen vorausschauend, präzise und schonend behandeln. Für die Patienten bedeutet dies noch höhere Sicherheit. Gleichzeitig wird dadurch das Wohlbefinden nach der Behandlung enorm verbessert. Wir freuen uns natürlich, unseren Patienten dies bieten zu können."

Dr. Michael Hager

Wegen der hohen Zahl an Arbeitsschritten in der Planung und den komplexen Meß- und Regel-Algorhythmen wächst jedoch die Summe der Ungenauigkeiten. Durch Summation der verschiedenen verfahrensbedingten Ungenauigkeiten (bis ca.2mm und 30 Grad Winkelabweichung) sind dann auch bei der navigierten Implantation die in der Implantologie üblichen Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsabstände notwendig. Bei der Nähe von Nerven, Kieferhöhle und benachbarten Zähnen muß der Abstand vom Implantat aber genau eingehalten werden. Bei den von uns genutzten skalierten Meßmethoden während der Operation läßt sich inzwischen eine höhere Genauigkeit erreichen als mit der navigierten Implantation. Uns erscheint daher die Verwendung der computernavigierten Implantologie in vielen Situationen nicht mehr indiziert, da sie eher bei ohnehin schon genügend Angebot von vorhandenem Knochen genügend sicher ist. In einer solchen Situation aber ist eigentlich eine Navigation gar nicht nötig.  Auch die hervorgehobene Schnelligkeit der Versorgung mit Zahnimplantaten bei der Navigierten Implantation ist nur erreichbar, wenn nicht gleichzeitig noch ein Knochenaufbau operiert werden muß. Gegenüber dem konventionellen Sicherheitsvorgehen mit einer einzigen Operation (Implantation mit gleichzeitigem Knochenaufbau) ist bei der Navigierten Implantation also nach der OP zum Knochenaufbau ein zweiter Eingriff zum Einsetzen der Implantate nötig.Daher wenden wir die herkömmliche navigierte Implantologie allenfalls nur an, falls die Operation in einer Sitzung zum Abschluß gebracht werden kann, also wenn kein Knochenaufbau benötigt wird. Denn nur dann ergibt sich durch diese Methode ein Zeitvorteil für den Patienten.

Die dabei benutzten Planungsprogramme ("SimPlant", "Sicat", "Impla", "Orange", ...)  bereiten die Daten aus dem für die Planung erstellten Digitalen Volumentomogramm DVT auf und bringen sie in Verbindung mit den Daten des Kiefers (Matching). Sie zeigen dem Zahnarzt die Grösse und dreidimensionale Form des Knochens an. Mit maßstabsgerechten digitalen Darstellungen der gewünschten Implantattypen und Grössen ist eine gute Simulation der zu erwartenden dreidimensionalen Position der Implantate im vorhandenen Knochen möglich. Diese Position wird dann über eine digitale oder analoge Technik in eine Bohrschablone übernommen.

Abläufe in der Implantologie

Als besonderen Vorteil der computernavigierten Implantation wird herausgestellt, daß damit ein Öffnen der Schleimhaut vermeidbar sei. Eine Operation sei nicht nötig, weil ja der Knochen gar nicht mehr für die Bohrung sichtbar sein muß. Wir machen einen großen Teil unserer Implantationen ohne Eröffnung der Schleimhaut. Die Genauigkeit der dreidimensionalen Beurteilung der Knochenform läßt sich durch die Digitale Volumentomografie DVT und die herkömmliche klinische Untersuchung sicher erreichen. Eine Navigation durch eine Bohrschablone oder einen Bohrroboter ist eher nachteilig für die Präzision gegenüber der von uns vorgezogenen Guided Surgery durch Skalierte Intraoperative Messtechnik SIM. Diese Technik erreicht eine maximale Schonung des Kiefers ohne Eröffnung der Schleimhaut durch minimalinvasive Op-Technik bei gleichzeitig höchster Präzision und Sicherheit durch die Methoden der Guided Surgery.

3D Röntgenbild Kiefer Konstanz